3.2 Akutes Problemlösen, Methoden mit operativer Zielsetzung: Eisenhower-Matrix und TRAFing, Mind Mapping, Information Mapping

Eisenhower-Matrix und TRAFing

Zeitmanagement: unter Zeitdruck eine große Anzahl von eingehenden Informationen sichten

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Die Eisenhower-Matrix strukturiert Aufgaben oder eingehende Informationen nach deren Dringlichkeit und Wichtigkeit. Die vier Felder der Matrix können mit der TRAF-Methode (bzw. TRAFing) kombiniert werden, die besagt, dass eintreffende Informationen entweder sofort gelöscht (trash), weitergeleitet (refer), behandelt (act) oder abgelegt (file) werden sollten.

Fragen: was sind die eigenen Ziele sind und ob man seine Zeit wirklich für die richtigen Dinge (und nicht nur für die dringenden) einsetzt.

Quelle: Wissenwege, S.79

Mind Mapping

Ideen rasch zu generieren und zu strukturieren,

Eigene Gedanken zu organisieren.

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Eine Mind Map ist eine vom Zentrum ausgehende Visualisierungsmethode, bei der Informationen hierarchisch mittels Stichworten auf Ästen strukturiert werden. Durch die Verwendung von Farben, Symbolen und Verbindungspfeilen soll sowohl konvergentes analytisches wie auch divergentes kreatives Denken gefördert werden.

Die Annahme, dass das menschliche Gedächtnis assoziative Strukturen bildet, um Informationen zu verarbeiten und zu speichern

In kontrollierten Studien kaum empirische Belege für die Effektivität dieser Form der Visualisierung.

  • Thema der Mind Map in der Mitte eines Blatt Papiers festlegen
  • beliebig viele Äste nach außen, die wichtige Unterthemen zum Hauptthema enthalten.
  • Weitere Unterpunkte als dünnere Äste
  • zur deutlicheren Kennzeichnung zusätzlich Symbole oder Piktogramme
  • Verbinden Einträge auf verschiedenen Ästen, die in einer wichtigen Beziehung zu einander stehen.

Eine Mind Map, die durch eine Gruppe oder Einzelperson erstellt wurde, ist von anderen oft nur schwer nachvollziehbar.

Eine eigene Mind Map sollte anderen deshalb mündlich präsentiert und erklärt werden.

 

Information Mapping

  • Verfassen von systematisch strukturierten Texten
  • wissensintensive Anweisungen
  • verständlich und nachvollziehbar aufzubereiten.

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Information Mapping ist ein systematischer Ansatz der Textverfassung und -strukturierung. Die Methode basiert auf einem fünfstufigen Vorgehen, auf zwei neuen Informationseinheiten (Blöcken und Maps), auf sieben Informationstypen und vier Gestaltungsprinzipien.

Es gibt vereinzelte wissenschaftliche Studien, die belegen, dass durch die Information Mapping-Methode Inhalte schneller erfasst sowie besser genutzt und behalten werden.

Informationseinheiten

Block (ein Abschnitt mit Seitentitel) und Map, bestehend aus maximal sieben Blöcken.

Block befasst sich mit einem abgegrenzten Thema, nur einen Grundgedanken und ist stets betitelt (meistvauf einer Seite).

Eine Map besteht aus mehreren zusammenhängenden Blöcken zu einer Thematik; Titel, gemeinsamen Inhalt und den Zweck der Map

Vorab-Analyse: Bestimmung der Zielgruppen

Informationssammlung: nach Block- und Informationstypen kategorisiert

Organisationsanalyse: Zuordnung der Informationen zu den Tätigkeiten

Sequenzanalyse: Die Abfolge der verschiedenen Informationen wird geplant

Präsentationsformat: Darstellungsmethoden ausgewählt.

vier Gestaltungsprinzipien

Chunkingprinzip: Informationen zu kompakten, homogenen Einheiten zusammenzufassen

Relevanzprinzip: in derartigen Einheiten immer nur ein Thema behandelt

Beschriftungsprinzip: jeden Block und jede Map mit einem Titel zu versehen

Konsistenzprinzip: ähnliche Inhalte mit ähnlichen Worten und Darstellungsformaten beschrieben

 

Informationstypen

Definitionen, Beispiele, Prozeduren, Aufzählungen, Vor-/Nachteile, Argumente und Unterscheidungen

Information Mapping ist mehr als nur eine Darstellungsform.

Die Methode sollte jedoch nicht für Textsorten eingesetzt werden, für die sie nicht vorgesehen wurde. z. B. nicht für die Strukturierung einer spannenden Erfahrungsgeschichte

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