Wer am Bildschirm liest, kann Wissen schlechter verarbeiten

Wissensvermittlung mit Hilfe von elektronischen Werkzeugen ist modern, ist sexy.

Gerade wir Studenten und Absolventen des Masterstudiums „Angewandtes Wissensmanagement“ der FH Burgenland  sind auch Vorreiter und Speerspitzen der online-basierten Methoden im Wissensmanagement.

Aber haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht?

Vergessen wir vielleicht einen der wichtigsten Grundsätze: Wir müssen unsere Mitarbeiter/Kollegen/Schüler dort abholen, wo sie wirklich stehen. Und nicht an den Punkten beginnen loszumarschieren wo wir blind erwarten, dass ohnehin alle schon auf uns warten.

Ein interessantes Streiflicht auf einen Aspekt, der viel zu oft (?) ausgeblendet oder zumindest nicht ausreichend (?) gewürdigt wird, behandelt ein Interview mit der Kognitionspsychologin Rakefet Ackerman  („Frankfurter Allgemeine“ in der Ausgabe vom 04.12.2017).

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/interview-psychologin-rakefet-ackerman-zum-bildschirmlesen-15322757.html

Conclusio aus dem Interview:

Es geht um unsere Einstellung, nicht um die Technik

„Unsere jüngste Untersuchung zeigt, dass es am Bildschirm ganz besonderer Aufgabenstellungen bedarf, damit Menschen effektive Problemlösung betreiben, während es auf Papier ihre grundsätzliche Vorgehensweise ist. Wenn eine Aufgabe zum Beispiel als das eigentliche Ziel und nicht als Training zur Vorbereitung auf eine andere Aufgabe vorgestellt wird, erreichen die Menschen am Bildschirm und auf Papier gleiche Werte. In einer früheren Studie konnten wir zeigen, dass die Aufgabe, beim Lesen den Inhalt eines Textes mit Stichwörtern zusammenzufassen, die gleiche Wirkung hat. Es gibt also ganz einfache Verfahren, um die Unterlegenheit des Bildschirmlesens auszugleichen.“

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