Break Out Sessions mit klassischen Wissenstransferformaten

Der Masterstudiengang Angewandtes Wissensmanagement an der FH Burgenland organisierte eine Fachveranstaltung zum Thema Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality im Wissenstransfer .

Eine wesentliche Vorgabe an WissensmanagerInnen ist,  dass sie  ihre  Arbeit und Schlussfolgerungen übersichtlich und nachvollziehbar (Wissenstransfer an NachfolgerInnen) dokumentieren.

In diesem Blogpost reflektiere ich meine ergänzenden Inputs sowie die Interaktion in der LV .

Aufgabenstellung im Vorfeld und zur Vorbereitung der Veranstaltung war „Wie kann Wissen in’s Fließen kommen vor der Fachveranstaltung?“.

In der Gruppe Schilcher-Martinek haben wir das Thema Break Out Session gewählt.

Relatively short session where a small group of attendees, drawn from a large conference or convention, discusses specific subjects or aspects of the broad theme of the main gathering. Also called a breakout meeting.

Gemeinsam wurden Methoden überlegt, die erfolgreich eingesetzt werden könnten und schlussendlich ausgewählt:

  • Mission Impossible
  • Kraftfeldanalyse
  • BarCamp
  • Erinnerungswand

Methodenbeschreibungen wurden erstellt und in der Kleingruppe im Rahmen einer Präsenzveranstaltung vorgestellt und auch praktisch „beübt“.

Mission Impossible

  • Etwas Neues schaffen
  • Beschränkungen infrage stellen
  • Bei eine bestehende Struktur, Prozedur oder Idee die Grundvoraussetzungen verändern, wodurch das Ganze nicht mehr funktioniert oder machbar ist
  • Lösungen suchen

„ Wie baut man ein Haus……an einem Tag?“

Mission Impossible

Anleitung

  1. Frage formulieren.
  2. Paare oder Kleingruppen bilden.
  3. Teams entwickeln Lösung.
  4. Teams stellen Lösungen vor.
  5. Gemeinsame Diskussion über die ungewöhnlichen Lösungsansetzte.
  6. Potentielle Lösung finden → Folgeschritte → Maßnahmen.

Kraftfeldanalyse

  • Kräfte analysieren, die Veränderungen hervorrufen (können)
  • Kräfte, die sich auf das eigene Unternehmen auswirken können
  • Wenn man weiß, wer die Kräfte auswirkt, kann man diese Veränderungen in eine bestimmte Richtung lenken

„Identifikation von zu erwartenden Hindernissen
 und Risiken während des Veränderungsprozesses“

Anleitung

  1. Das Ziel des Veränderungsprozesses wird für alle Teilnehmer sichtbar auf einem Flipchart notiert.
  2. Flipchart wird in die zwei Spalten „hinderlich“ und „förderlich“ aufgeteilt.
  3. Die Spalten werden simultan in einem Brainstorming gefüllt.
    Als „Kräfte“ kann alles genannt werden, was von den Teilnehmern als solche empfunden werden.
  4. Für die hinderlichen Faktoren werden im Rahmen eines Brainstorming Ideen für geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt.
  5. Störungsfreier Raum.
  6. Moderator, der fähig ist ein Brainstorming am Laufen zu erhalten.

Barcamp

„Vom geballten Know-How der anderen Teilnehmer kannst du gnadenlos profitieren!“

Anleitung

  1. Die Tagesagenda wird gemeinsam festgelegt.
  2. Jeder stellt sein Thema vor.
  3. Publikum gibt Feedback.
  4. Räume werden nach Stärke des Interesses an einer Session verteilt.

Erinnerungswand

Erinnerungswand

Anleitung

  1. Papier und Stifte austeilen.
  2. Teilnehmer denken 10-15min über herausstechende positive Erinnerungen nach.
  3. TN schreiben/zeichnen Erinnerung auf Papier (5min).
  4. Zeichnungen werden als „Wolke“ aufgehängt.
  5. Freiwillige erzählen warum sie das gewählt haben, bzw. erzählen die Geschichte dahinter.
  6. ModeratorIn fasst Verlauf des Spiels nochmal zusammen und bittet die TN, sich die Wolke in Ruhe nochmal anzuschauen.

Lessons Learned

Weeks of programming can save you hours of planning!

Schnell mal einen Workshop durchführen? Kein Problem, zu einem Thema in dem ich sattelfest bin. Dachte ich zumindest.

Im Laufe meines Berufslebens habe ich auf diversen Veranstaltungen eine Reihe von Workshops erlebt und „über mich ergehen lassen müssen“.
Und oftmals war ich nicht Opfer, sondern Täter.

Im Zuge der Vorbereitungen zu den Break Out-Session-Methoden habe ich erkannt, dass ich aus einer Vielzahl von Methoden immer nur Teile herausgenommen und neu kombiniert habe.
Im Glauben, dass ich damit richtig liege und die Teilnehmer die Methoden nicht besser kennen als ich.

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