Alle Beiträge von Christian

Blended Learning – das bessere E-Learning?

Blended LearningBlended Learning ist eine Unterform des E-Learning. Während E-Learning ein online-gestütztes Lernen bezeichnet, ist Blended Learning eine Hybridform des Lernens.

Eine detailliertere Beschreibung dieser Unterform des eLearnings findet ihr im Artikel

Blended Learning – das bessere E-Learning?

von Laura Frankl.

Vorteile:

 

  • Ihre Mitarbeiter können sich losgelöst von Ort und Zeit weiterbilden und müssen trotzdem nicht auf soziale Interaktion verzichten.
  • Sie zeigen potentiellen Bewerbern und Mitarbeitern, dass Ihnen als innovatives Unternehmen vielseitige Bildungsmöglichkeiten wichtig sind.
  • Präsenzveranstaltungen sind in der Regel teurer als Blenden Learning Angebote.
  • Motivierte Mitarbeiter werden in Zukunft öfter diese Angebote nutzen und sich selbstständig weiterbilden. Von diesem Know-How profitiert dann wiederum Ihr Unternehmen.Zudem profitieren Ihre Mitarbeiter neben den Echtzeit Webinaren von hilfreichen Podcasts, Graphiken, digitalen Skripten und Erklärvideos.
  • Sie müssen kein Programm/ Software aufwendig installieren oder Schulungsräume bereitstellen.

 

Prozesseinnovation – Umgang mit Wissen und Workflows

PlanEin wichtiger Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sind Prozesse. Prozesse legen fest wie etwas getan wird. Das Wissen darüber ist oftmals nur schwer greifbar, obwohl die Optimierung, Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Wissensgesellschaft zählen.

Wissen ist kein abstraktes Thema, was irgendwo im Unternehmen vorhanden ist, sondern es steckt in den Köpfen einzelner Mitarbeiter. Das heißt, um dieses Wissen überhaupt zu gewinnen, und mit ihm arbeiten zu können, muss die Organisation es erst mal aus den Köpfen der Mitarbeiter rauskriegen.

Gerade dieser Arbeitsschritt fehlt bei vielen Wikis. Da wird sich zwar über die Transfermethode Gedanken gemacht, aber darüber wo das Wissen eigentlich herkommen soll (nicht). Es ist im Prinzip der Kreativität der einzelnen Mitarbeiter überlassen, und auch letztlich dem Glück, dass die da das reinschreiben, was da reingehört weil es für das Unternehmen wichtig ist.

Wie dieser Problemstellung begegenet werden kann betrachter das Gespräch

Prozesseinnovation Umgang mit Wissen und Workflows

von Gavino Wismach und Peter Rochel.

Fazit:

„Natürlich kann ich mir systematisch schon mal überlegen in welche Richtung ich möchte. Ich kann schon überlegen wie bestimmte Prozesse funktionieren, nur muss mir klar darüber sein, dass wann immer ich anfange Mitarbeiter in einem feindlichen Unternehmensklima zu befragen, keiner mir Antworten geben wird. Selbst wenn ich Antworten erhalte, wird es im Regelfall nicht das Wissen sein, was ich brauche um Prozesse vernünftig identifizieren zu können. „

Zukunftsfit mit dem Masterstudiengang angewandtes Wissensmanagement – die 2.

Ich habe mich bereits im Artikel

Zukunftsfit mit dem Masterstium angewandtes Wissensmanagement

Zukunft

mit der Frage beschäftigt, ob der Studiengang „nur“ meine Wünsche befriedigt.
Oder aber auch tatsächlich den Bedürfnissen des Marktes entsprechendes Know-How vermittelt.

Ein weiteres Puzzlestück das mich in meiner Meinung bekräftigt die richtige Auswahl getroffen zu haben, ist in einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von LinkedIn Germany abgebildet:

  • Von den ausgewählten Fachkompetenzen werden aktuell (Daten)Analyse und –Interpretationsfähigkeiten (88%), Wissensmanagement (82%), sowie Projektmanagement (74%) mit Abstand am wichtigsten erachtet.
  • Unter den abgefragten Sozialkompetenzen werden aktuell vor allem Kritikfähigkeit (77%), Entscheidungsfähigkeit (74%), Gesprächs- und
    Verhandlungsführung (73%) sowie Team- und Mitarbeiterführungskompetenz (70%) am wichtigsten beurteilt.

Alles Themen, die im Rahmen der Lehrveranstaltungen des Masterstudiums „Angewandtes Wissensmanagement“ an der FH Burgenland prominent repräsentiert sind.

Quelle zur Studie:  Skills Gap Research 2017

Gamifikation – die neue eierlegende Woll-Milch-Sau?

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Friedrich Schiller)

Gamifikation

Angefacht durch eine andere Haltung neuer Generationen zu veränderten Arbeitsformen, stehen Personalverantwortliche und Akteure in der Erwachsenen- und Fortbildung vor großen Herausforderungen. Es gilt die modernen Tools zu nutzen und den Bedürfnissen einer allseits vernetzten “Generation Y” Rechnung zu tragen. Hier kommt Gamification ins Spiel.

 

Im Artikel

Gamifikation -Ein Werkzeug der digitalen Transformation von Arbeitswelten

von Ibo Mazari werden die Punkte

  • Was ist Gamifikation
  • Warum Gamifikation
  • Wie kann Gamifikation für die Personalarbeit und Fortbildung genutzt werden

behandelt.

Fazit

Die Beispiele zeigen: Gamification ist schon mitten unter uns.
Und es wird mehr werden.

Trends und Faktoren, die das befeuern ist der wachsende Anteil von Menschen mit Smartphones, der zu erwartende Boom von so genannten Werables (PCs als Uhren, Ringe, Brillen) und dem Internet der Dinge (IoT).

Gamification ist leicht skalierbar dank Social Media Tools. Das ist gegenüber den eher eventbasierten Aktionen von früher ein gewaltiger Fortschritt

Datenspuren in Facebook entfernen?

Die Welt ist böse!
Aber der Mensch ist edel und gut!

Facebook

In diesem  Sinne lenke ich heute eure Aufmerksamkeit mal wieder auf die Informationssicherheit und da auf das Thema „Facebook und WhatsApp: Datenkrake oder Was?

Jede Handlung im Netz hinterlässt digitale Spuren.

Das Prinzip Working Out Loud erklärt es sogar zur obersten Prämisse, neue Beziehungen über Ziele und Interessen zu etablieren. Und damit das funktioniert ist es unerlässlich, sich selbst als Person und seine Interessen im WWW sichtbar zu machen.
Und nicht nur sichtbar, sondern möglichst auch leicht findbar.

Unternehmen wie Google, Facebook oder WhatsApp bieten zahlreiche praktische Dienste kostenlos an. Der User stellt dazu im Gegenzug sein Dasein als Profil zur Verfügung, mit dem die Dienste wiederum möglichst treffsicher Werbung schalten können. Bei Facebook ist das im Grunde sogar noch schlimmer. Denn während sich Google auch weitestgehend ohne Benutzerkonto bedienen lässt, ist eine sinnvolle Facebook-Nutzung nur mit Profil und Login möglich.
Zudem geben User Ihre Daten bereitwillig heraus.

Eine Anleitung wie zumindest auf Facebook die Datensammlung eingeschränkt werden kann ist im Artikel

Facebook: Datenspuren entfernen

abrufbar.

 

Online-Kommunikation im Dienst der Propaganda

Die Welt ist böse!
Aber der Mensch ist edel und gut!

In diesem  SinWarne lenke ich heute eure Aufmerksamkeit mal wieder auf die Informationssicher-heit und da auf das Thema Awareness.

Awareness

in der Psychologie bezieht sich auf das aktuelle, situationsbezogene Bewusstsein oder „Gewahrsein“ einer Person über ihre Umgebung, sowie die sich daraus ergebenden Handlungsimplikationen.

Propaganda

(von lateinisch propagare ‚weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten‘) bezeichnet in seiner modernen Bedeutung[1] die zielgerichteten Versuche, politische Meinungen und öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern.[2][3][4][5] Dies steht im Gegensatz zu pluralistischen[6] und kritischen[7] Sichtweisen, welche durch unterschiedliche Erfahrungen, Beobachtungen und Bewertungen sowie einen rationalen Diskurs[8][9] geformt werden.

Wir sind als Experten im Bereich Online-Kommunikation und oft auch im Bereich Bildung gefordert, die Schattenseiten des professionellen Einsatzes von Online-Kommunikation zu reflektieren.

  • Wie reagieren wir darauf?
  • Wie bereiten wir die potentiellen Konsumenten auf diese Form der Beeinflussung vor?

Derzeit treten diese Schattenseiten besonders plakativ  in der Verherrlichung  gewaltzentrierten Gedankenguts zu Tage.

Ein Beispiel wird im Artikel

Propaganda als Musik-Clip: Die Video-Botschaften von Dschihadisten

thematisiert.

Wissensmanagement + Hackathon = Knowathon

Neologismus

PuzzleEin Neologismus ist ein lexikalisches Zei-chen, das in einem bestimmten Zeitraum in einer Sprachgemein-schaft aufkommt, insbesondere ein neues Wort oder ein mit neuer Bedeutung verwendetes, bereits vorhandenes Wort.
Wenn es in der Sprachgemeinschaft Verbreitung findet, nehmen es die Wörterbücher auf, die den Wortschatz dieser Sprache kodifizieren.
Charakteristisch für die Neologismen ist, dass die Sprecher sie für eine gewisse Zeit als neu empfinden.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neologismus
Ein Beispiel aus dem Bereich Wissensmanagement ist
Knowathon

 

Zukunftsfit mit dem Masterstudium Angewandtes Wissensmanagement 

Das Masterstudium Angewandtes Wissensmanagement verfolgt das Ziel, ExpertInnen für Wissensmanagement, Online-Kommunikation und eLearning aus- und weiterzubilden.

ArbeiterDie systematische Weitergabe von Wissen. Online und offline. Mit und ohne webbasierte Tools. In Form von Wissenstransfer, Online-Kommunikation und E-Learning. Das steht im Mittelpunkt des Studiums.

(Barbara Geyer-Hayden, Studiengangsleiterin)

Als Teilnehmer am Studiengang frage ich mich,  ob der Studiengang „nur“ meine Wünsche befriedigt.
Sondern tatsächlich auch den Bedürfnissen des Marktes entsprechendes Know-How vermittelt.

Ich lade sie dazu ein, sich anhand einer willkürlichen Auswahl von Jobangeboten selbst ein Bild zu machen.

Business Development Manager Digital & Zert Training (m/w)

Lernmedienentwickler / Digital Learning Experte (m/w)

Content Editor (m/w) E-Learning

 

Lernen ohne Lärm

Wissensarbeiter

LärmWissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter (auch knowledge worker oder professionals) sind hoch qualifiziert und haben eine besondere wissenschaftliche bzw. akademische Ausbildung.
Ihr individuelles Wissen und ihre Fähigkeiten sind stark mit dem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt ihres Fachbereichs verbunden. Sie können zum Beispiel Ärzte, Architekten, Sachverständige, Berater, Experten, Gutachter, Planer oder andere Spezialisten sein.

WissensarbeiterInnen nehmen im Innen- und Außenverhältnis eine Expertenrolle ein und verbinden dies mit ihrem Selbstverständnis. Indem sie diese Rolle ausfüllen, erlangen sie Selbstwertgefühl, ihre professionelle Autorität und Souveränität.
Quelle: http://wiki.iao.fraunhofer.de/index.php/Wissensarbeiter

So sehen wir uns gerne: hoch qualifiziert, Experten mit professioneller Autorität und Souveränität.

Wissensarbeit im alltäglichen Kontext

Aber abseits der Selbstbeweihräucherung findet Wissensarbeit auch im „Daily Business“ statt.

Und natürlich auch tagtäglich in unseren Bildungseinrichtungen.

Und diese Wissensarbeit kann durch äußere Einflüsse wie z.B. Lärm (= als störend empfundenes Geräusch) massiv behindert werden.

Eine Initiative die dieses Thema für den Schulbereich aufnimmt ist

Lernen ohne Lärm

des Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Ein Podcast der sich mit Lösungen beschäftigt, wenn die räumliche Umgebung (vor allem im Büroumfeld) im ersten Versuch nicht optimal gestaltet wurde, ist abrufbar unter

Office Talk - DER Podcast fürs gesunde Büro

Facit:

Lernsituationen sind auf optimale Hörbedingungen angewiesen, um sprachliche Informationen verstehen und mental verarbeiten zu können.

  • Ungünstige Hörbedingungen bewirken, dass sprachliche Informationen falsch oder gar nicht verstanden werden.
  • Das Zuhören wird anstrengender.
  • Die Lernenden ermüden schneller.
  • Das Unterrichten in halligen und somit lauten Räumen bedeutet ständiges Reden mit erhobener Stimme, was auf Dauer sehr anstrengt.
  • Der Lernfluss wird durch häufiges Wiederholen von Informationen und Bitten umr Ruhe unterbrochen.
  • Hohe Lärmpegel erschweren die Konzentration auf den Lernverlauf.
    Unlust, Ärger, Erschöpfung sowie Hals- und Stimmlippenprobleme sind die Folge

5 Moments of Need

Ständige Veränderungen und der Umgang mit Komplexität benötigen auch ständige Entwicklung mit direktem Bezug auf den Arbeitsprozess.

In den 1990er Jahren entwickelten R. Eichinger, M. Lombardo und M. McCall am Center for Creative Leadership in North Carolina das 70:20:10-Modell.

Erfolgreiche Mitarbeitende entwickeln ihre Kompetenzen zu

  • 70 % durch hohe Anforderungen und im Rahmen ihres Arbeitsprozesses,
  • 20 % durch Austausch mit ihren KollegInnen und Vorgesetzten,
  • 10 % durch formales Lernen in Seminaren, lesen von Fachliteratur oder sonstiger „Vermittlung“ von Lerninhalten (bspw. eLearning-Kurse).

Five Moments of Need, die jeder kennt!

In welchen Situationen benötigen wir Informationen, Erfahrungswissen und Unterstützung?

  1. Wenn wir etwas zum ersten Mal lernen (NEW)!
  2. Um unser Wissen zu vertiefen und zu erweitern (MORE)!
  3. Wenn wir das Gelernte anwenden wollen (Apply)!
  4. Wenn wir vor Problemen stehen und nicht weiter wissen (SOLVE)!
  5. Bei Veränderungen der Prozesse oder unseres Verhaltens (Change)!
5 Moments of Need – Unterstützung und Entwicklung im Arbeitsprozess

von  Franz-Peter Staud

Online-Kommunikation als neue Form des Dialogs?

Social EngineeringDie Individual-kommunikation setzte in den letzten Jahren zu einer Renaissance im digitalen Raum an: Besonders seit 2012 wuchs der Informationsaus-tausch über Messenger-Apps, die sich vornehmlich auf eine Zwei-Personen-Kommunikation konzentrieren.

Ein interessanter Artikel zum Thema Social Media – Dialog – Massenkommunikation:

Zurück zum Du: Social Media konzentriert sich auf den Dialog 

von Christian Allner im Standard vom 28.02.2018.

 

 

Whats App – Nutzung meist rechtswidrig?

Die Welt ist böse!
Aber der Mensch ist edel und gut!

In diesem  Sinne lenke ich heute eure Aufmerksamkeit mal wieder auf die Informationssicherheit und da auf einen Dauerbrenner: die Nutzung von Whats App.

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung  an der FH Burgenland wird die Nutzung von Tools für eLearning abgefragt.
Whats App wird sehr häufig genannt bei den eingesetzten Werkzeugen.

Viele der antwortenden Kollegen sind im Brotberuf Lehrer und verwenden Whats App auch im beruflichen Umfeld.
Und da auch im Austausch mit den Eltern/Erziehungsberechtigten der Schüler.

Sind diese Kollegen alle mit einem Bein im Gefängnis?
Oder schlägt da nur die Paranoia des beruflich für Datenschutz und Datensicherheit Verantwortlichen durch?

Eine Darstellung der Situation in Deutschland (die meistens nicht so ganz weit weg ist von der Situation in Österreich) gibt der Artikel

Thüringens Datenschützer: Whatsapp wird meist rechtswidrig genutzt

Fazit

Wer Whatsapp nutzt, erlaubt dem Dienst, alle Kontaktdaten seines Smartphones auszulesen. Diese Zustimmung dürfe jemand Whatsapp aber nur geben, wenn alle Menschen, die im Adressbuch des Nutzers stehen, dem zugestimmt hätten.
Da es solche vollständigen Einwilligungen aber in der Realität praktisch nie gibt, ist die Nutzung des Dienstes in der Regel rechtswidrig,

Gleichzeitig stellte der Landesdatenschutzbeauftragte klar, dass aus seiner Sicht der Einsatz von WhatsApp an Thüringer Schulen unzulässig ist.

Break Out Sessions mit klassischen Wissenstransferformaten

Outbreak

Break out Session

Quelle: businessdictionary.com

Relatively short session where a small group of attendees, drawn from a large conference or convention, discusses specific subjects or aspects of the broad theme of the main gathering. Also called a breakout meeting.

Weitere Detailinformationen zum Thema Break Out Session kann nachgelesen werden im Artikel

Build a Better Program Agenda

von Rob Hard.

Most Common Breakout Session Mistake

While well-planned breakout sessions can greatly benefit a larger program, more often than not, breakout sessions suffer from the most common breakout mistake: an unclear objective. All too often a breakout session is scheduled to break the monotony of a program without giving clear instruction as to what the objective of the breakout is. Without a clear objective, you can count on aimless discussions among attendees and an overall waste of precious time.

Anecdote Circle

Quelle: wissendenken.com

Hier ein Kurzüberblick zum Anecdote Circle

-> Was?

Ein Anecdote Circle ist eine Art Fokusgruppe für Geschichten. Aber: „An anecdote circle differs from a focus group in one specific way: there is a lack of focus.“ (Callahan et al., 2006, S.6)

Teilnehmerzahl: 4- 12 Personen und ein Moderator

-> Wie?

Ziel -> Geschichtenthema und Regeln -> Teilnehmerauswahl -> Geschichtenerzeugende Einladung in der Sprache der Firma/Organisation  -> Treffen: Introfragen und Warm-up, Geschichten werden erzählt, evtl. nachgefragt, nicht widersprochen, wenn sie jemand etwas anders erlebt hat, erzählt er/sie seine Sicht/Version der Geschichte (“Ich habe das so erlebt…”) -> Warm-down -> nach dem Treffen Auswertung und Nutzung dieser Stories zum Erreichen des Zieles.

-> Wofür?

Einige Beispiele:

  • Erfahrungsaustausch zu einem Thema,
  • Teambuilding, Beziehungsaufbau,
  • Lessons Learned nach Projektende,
  • Schritt zu Konfliktlösung,
  • schwer fassbare Themen fassbar machen,
  • schwierig zu evaluierende Projekte betrachten.

Force Field Analyse

Quelle: Uni Lüneburg

Jede Veränderung sieht sich treibenden sowie hemmenden Kräften gegenübergestellt. Mit der Force Field Analyse, auf Deutsch Kraftfeldanalyse, können diese Kräfte und die daraus resultierenden Probleme identifiziert werden.

Im zweiten Schritt werden Lösungsstrategien und die entsprechenden Prozessschritte definiert. Dabei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Entweder können die treibenden Kräfte gestärkt, die hemmenden reduziert oder eine Kombination aus beidem durchgeführt werden. [4]

meport.net

Im Sinne der Change Theory des Psychologen Kurt Lewin (1890 – 1947) werden im ersten Schritt  fördernde Kräfte oder Vorteile, die eine Veränderung unterstützen, und hemmende Kräfte oder Nachteile, die eine Veränderung behindern, identifiziert. Diese Kräfte werden in einem einfachen Kraftfelddiagramm visualisiert gegenübergestellt.

In einem zweiten Schritt werden die Kräfte in Bezug auf ihre Wirksamkeit (Stärke) gewichtet. Das Gewicht kann durch eine Wertezuweisung (z.B. Noten 1-6), bei grafischer Repräsentation aber auch durch die Linienart (durchgezogen, gestrichelt, gepunktet), die Linienstärke und / oder durch die Linienlänge dargestellt werden.

Die Gegenüberstellung in der sogenannten T-Wand hilft, die Gewichte zu visualisieren. Hilfreich ist es auch, die fördernden und hemmenden Kräfte farblich gegeneinander abzugrenzen (z.B. fördernd in grün oder blau, hemmend in rot).

PEER ASSIST

Quelle: wissensentwicklung.at

Peer Assists sind Gespräche und werden zu Beginn eines Projekts mit dem Ziel durchgeführt, über die bevorstehenden Aufgaben einen möglichst ganzheitlichen und gruppenübergreifend gleichen Eindruck zu gewinnen. In der Vorbereitung werden Fragenkataloge
ausgearbeitet, die während des etwa ein- bis zweistündigen Meetings diskutiert werden. Weiters muss die Auswahl der Teilnehmer/innen so getroffen werden, dass Personen im Meeting sitzen, die bereits Vorkenntnisse zu den betroffenen Themen haben. Weitere Vorbereitungen oder technische Hilfsmittel sind nicht notwendig.
(Kilian, 2007, S. 180)

In der Projektarbeit leisten Peer Assists wertvolle Dienste, da Projekte per Definition risikoreiche Unterfangen sind und die Qualitätssicherung ein wichtiger Aspekt der Projektarbeit ist. Einige Vorgehensmodelle im Projektmanagement sehen eine  Qualitätssicherung nach jedem Arbeitspaket oder zumindest nach jeder Phase vor. Besonders im Projektplanungs- und Projektsetupprozess sollte jeder Schritt qualitätsgesichert
werden. Peer Assist stellen eine unkomplizierte Methode zur Qualitätssicherung im Projektmanagement-Prozess dar.

Appreciative Inquiry

Quelle:  transformation.at

Appreciative Inquiry ist ein systemisch – konstruktivistischer Zugang zu Change-Management Projekten in Organisationen.

„Appreciative Inquiry“, oft liebevoll zu „AI“ verkürzt, trägt nicht nur einen für deutsche Zungen nahezu unaussprechlichen Namen, sondern ist darüber hinaus praktisch unübersetzbar. Beim ersten europäischen Ausbildungsseminar für AI in Riccione haben sich die „Deutschsprachigen“ vergeblich bemüht eine adäquate deutsche Übertragung zu kreieren. „Wertschätzende Erkundung“, „Wertschätzende Befragung“, „Wertschätzende Unternehmensentwicklung“ sind Hilfskonstruktionen geblieben.

Geschichte

Appreciative Inquiry wurde Mitte der 80er Jahre in den USA von David Cooperrider, der damals an seiner Doktorarbeit arbeitete, entwickelt. Sein Lehrer Suresh Srivastva an der Case Western Reserve University erkannte rasch die Möglichkeiten des neuen Ansatzes und unterstützte ihn maßgeblich in der Entwicklung dieser Methode. Sie konzipierten die Methode mit der Absicht, über ein Instrument zu verfügen, mit dem Unternehmen und Institutionen wettbewerbsfähiger und somit effektiver gemacht werden können.

Knowledge Fair / Wissensmesse

Quelle: impliziertes-mitarbeiterwissen.de

Eine Wissensmesse ist eine innovative, dynamische und effektive Methode, um Erfahrungen zu identifizieren und deren Austausch innerhalb des Unternehmens zu begünstigen.

Die Methode bietet Teilnehmenden die Möglichkeit sich über interne geplante und aktuelle Projekte und Vorhaben zu informieren und somit einen Einblick in das jeweilige Tätigkeitsfeld der unterschiedlichen Bereiche, Abteilungen und / oder Projekte im Unternehmen zu gewinnen.

Die jeweiligen Bereiche, Abteilung und / oder Projekte sind dafür mit Ständen auf der Messe vertreten.

Es gibt auch Wissensmessen, die sich an Stakeholder, Konsumenten / Konsumentinnen , Kunden / Kundinnen und Kooperationsbeteiligte des Unternehmens richten und dadurch andere Ziele verfolgen als die interne Wissensmesse.

ZIELE / NUTZEN

Bei der internen Ausrichtung einer Wissensmesse geht es vor allem darum, als Gast einen Überblick über das Tagesgeschehen im eigenen Unternehmen zu erhalten. Gleichzeitig ermöglicht die Messe mit (neuen) Kollegen / Kolleginnen ins Gespräch zu kommen und von den Erfahrungen anderer Gäste zu profitieren. Wissensmessen eignen sich daher gut zur Vergrößerung des eigenen sozialen Netzwerkes.

Ähnlich wie im Mittelalter der Jahrmarkt genutzt wurden, dient nun die Wissensmesse als Austauschstätte von Erfahrungswissen. Die auf der Wissensmesse präsentierten Waren sind geplante und laufende Forschungs- und Dienstleistungsprojekte, Produkte sowie Ideen und Entwicklungen. Dadurch können im Gespräch der Teilnehmenden gleichzeitig neue, gemeinsame und innovative Ideen entstehen. Einerseits kann sich der Gast direkt an den jeweiligen Marktständen informieren, andererseits auch über 30-minütige Kurzvorträge, die von internen Experten gehalten werden.

Bar Camp

Im Gegensatz zur Breakout Session, welche auch im Rahmen einer herkömmlich durchgeführten Konferenz eingebunden sein kann, verfolgt das Bar Camp einen wirklich revolutionären Ansatz und nennt sich selber gern „Unkonferenz“.

Das Bar Camp fand ursprünglich Anwendung in der IT-Welt. Hier traf man sich über ein Wochenende, übernachtete in Zelten (Camp > Camping), diskutierte verschiedene Fragen und schloss das Wochenende mit konkreten Ergebnissen ab.

Wofür geeignet?

Konkrete Fragestellungen lösen

Für wen geeignet?

Aus der IT kommend, mittlerweile in sämtlichen Schaffensbereichen vertreten.

Anwendungsbeispiel

EduCamp der TU Ilmenau 2009 zum Thema „Misson Impossible – Lernen neu gestalten“

Open Space

Alle in diesem Artikel vorgestellten alternativen Konferenzmodelle sind eine Form der  Großgruppenmoderation. Da jede Konferenzform, egal wie alternativ, einer gewissen Organisation bedarf, möchten wir von dem recht locker organisierten Bar Camp weitergehen zu Open Space und Ihnen anhand dieses Konferenzmodels aufzeigen, wie sich ein solch neuer Ansatz einer Konferenz in der Praxis umsetzen lässt.

Am Anfang sitzen alle in einem Kreis, bei mehr als 50 Teilnehmenden in konzentrischen Kreisen. Nach einer knappen Einführung in die Grundsätze, können diejenigen, die ein Anliegen schildern wollen, in die Mitte des Kreises gehen. Diese Themen werden an der sogenannten Dokuwand – eine Art Pinnwand – veröffentlicht, die Teilnehmer tragen sich nun bei den Themen ein, bei denen sie mitwirken möchten.

Ist die sogenannte Marktphase vorbei, beginnen die Gruppen, sich selbstorganisiert mit ihren Anliegen zu beschäftigen. Sie teilen sich ihre Zeit und Pausen selbst ein. Jede Gruppe fasst tageweise ihre Ergebnisse, Ideen und Beschlüsse zusammen und veröffentlicht diese für alle Teilnehmer an der Dokuwand.

Zum Schluss bekommen die Teilnehmer eine komplette Dokumentation der Ergebnisse aller Gruppen und entwickeln abschließend gemeinsam entsprechende Handlungsschritte.

Wofür geeignet?

Kreatives Ideensammeln, Wissensvermittlung, Entscheidungsfindung

Für wen geeignet?

Verbände, Vereine

Anwendungsbeispiel

Ein Fachverband bespricht seine strategische Aufstellung: „Wie sehen wir uns in der Zukunft“

World Cafe

An dieser Stelle möchten wir Patricia Munro, Executive Board Member des World Cafés Europe (www.worldcafe.eu), zitieren: „Das Herzstück des World Café-Dialogprozesses bilden inspirierende Fragen, vorbehaltloses Zuhören und intensive Gespräche. Im Verlauf aufeinander folgender Gesprächsrunden werden mehrmals die Sitzplätze getauscht, so dass sich die Zusammensetzung der Tische immer wieder verändert und Ideen und Sichtweisen weitergetragen werden. Auf diese Weise erlangt das Verständnis der Gruppe neue Dimensionen und für jeden Teilnehmer tun sich neue Blickwinkel auf. Aus dieser Bewegung von Menschen und Ideen entsteht eine kollektive Kreativität, eine Art gemeinsames Kraftfeld. Neue Möglichkeiten werden sondiert, innovative Ansätze tauchen auf, Ideen werden geboren. Dies erzeugt und fördert die intrinsische Motivation, neue Gedanken in die Tat umzusetzen.“

Hier können Sie ein World Café in Aktion erleben (Dauer ca. 1 Minute):
World Café auf YouTube

Wofür geeignet?

Ideen generieren, Entscheidungen treffen, Kooperationen fördern, Konzepte verinnerlichen

Für wen geeignet?

für engagierte Bürger;
für Unternehmen mit verschiedenen Abteilungen (am Bsp. eines PCO – Professional Congress Organizer: Vertrieb, Projektmanagement, Teilnehmerregistrierung, Programm- und Referentenmanagement, Sponsoren- und Ausstellermanagement)

Anwendungsbeispiel

Ein aktuelles Projekt des World Café Europe e. V.:
Bürgerschaftliches Engagement 50+

Fish Bowl

Bei einer Fishbowl werden ein innerer und ein äußerer Stuhlkreis aufgebaut. Wenn sich ein Teilnehmer aus dem Außenkreis (Zuhörerschaft) an der Diskussion beteiligen will, dann muss er/sie sich entweder auf einen freien Stuhl im Innenkreis (Diskutanten) setzen oder stellt sich hinter einen Stuhl. Diese Person auf dem Stuhl darf ihren Gedanken noch zu Ende formulieren und muss anschließend den Kreis verlassen. Die andere Person nimmt dann diesen Platz ein. Dadurch ergibt sich eine Selbstregulation hinsichtlich gewisser „Vielredner“ oder „Wichtigtuer“.

Wofür geeignet?

Bei Streitfragen, Austausch von Argumenten und Abwägen von Alternativen in Diskussionsprozessen
Für wen geeignet?
In allen Unternehmen/Institutionen, in denen Hierarchien gleichrangige Meinungsäußerungen erschweren.
Anwendungsbeispiel
Schaffung einer Überstundenregelung innerhalb eines Unternehmens