Archiv der Kategorie: persönlich

Homo Digitalis – Oder: Der digitale Depp

Als Wissensmanager ist es unsere Aufgabe, Ignoranz und Unwissenheit zu erkennen. Und zu bekämpfen!

PlanAber:
Ist das wirklich die Aufgabe des Wisensmanager?
Und sind wir als Wissenmanager die Lösung, oder eher Teil des Problems?

Anittra Eggler hat sich mit Verve und tiefen Kenntnissen der digitalsierten Welt und der „unsmarten“ Nutzung von technischen Gadgets in ihrem Buch

"Mail halten!"

auf humorvolle (Galgenhumor?) und sehr eindringliche Weise beschäftigt.

Die folgenden Aussagen stammen aus ihrem Buch und werden unkommentiert, ohne Ergänzungen oder Auslassungen zitiert.

MAXIMAL RADIKAL,   MAXIMAL UNPOPULÄR,  MAXIMAL WIRKUNGSVOLL:   15  FORDERUNGEN

1  HANDYVERBOT  IM  AUTO  UND  IM  BUNDESTAG,   IN  SCHULEN,  IN  KINDERZIMMERN,  AM  ESSTISCH  UND  IM  BETT

Bis es Gesetze gibt: vorleben und Fehlverhalten radikal sanktionieren!

2  PRIVATHANDY-VERBOT  AM  ARBEITSPLATZ, FIRMENHANDY-VERBOT  ZUHAUSE

Wer  ständig  semiprofessionell  und  semiprivat  ist,  leistet  weniger,  ist unglücklicher, wird häufiger krank. Diese Trennung verbessert das Jahresergebnis und die Kussbilanz und widerspricht nur auf den ersten Blick der Arbeit im Home Office. Auf den zweiten Blick: Der Mensch muss Hirn an- und Dauerablenkung abschalten lernen und in der Lage sein, diesen Modus seinem Lebens- und Arbeitsziel anzupassen.

3  IT-GESTEUERTE  FIXE  E-MAIL-ZEITEN  IN  FIRMEN

Maximal dreimal am Tag E-Mails ausliefern, erste Auslieferung erst  30 Minuten nach Dienstbeginn, so haben Mitarbeiter Zeit für Planung und Priorisierung. Letzte Auslieferung: 60 Minuten vor Dienstschluss.

4  KEINE  FIRMENMAIL-ZUSTELLUNG  MEHR  IM  URLAUB,   NACH  FEIERABEND,  AN  FEIERTAGEN  UND  AM  WOCHENENDE

Wer ständig erreichbar ist, brennt aus. Das kostet langfristig mehr, als Mitarbeiter zu schulen, Software und Medien smarter und effizienter zu nutzen, um dadurch in weniger Zeit bessere Ergebnisse zu erzielen.

 5  NEUE  SCHULFÄCHER:  PROGRAMMIEREN  UND  MEDITIEREN

Aber zuerst gibt es die für Lehrer! Plus: Digitale Didaktik. DANKE!

6  BETREUTER  KONSUM  FÜR  KINDER

Smartphones machen so süchtig wie Alkohol, Zigaretten, Glücksspiel und Liebe zusammen. Smartphones vereinen alle Sucht-Trigger in einem Gerät und sind der mächtigste Dopamin-Dealer und Ego-Booster von allen. Genau deshalb ist inzwischen auch alle Welt derart angefixt. Inzwischen gibt es sogar ein Buch zum Thema, das nicht von einem kulturpessimistischen Internet-Verweigerer, sondern von einem smarten, internetaffinen Journalisten geschrieben wurde: »Irresistible: The Rise of Addictive Technology and the Business of Keeping Us Hooked« ist im März 2017 bei Penguin Books erschienen. Adam Alter heißt der Autor, dessen Werk Sie lesen sollten. Zurück zu Ihren Kindern. Ich kann Ihnen nicht sagen, bis zu welchem Alter Smartphones tabu sein sollten und ab welchem Alter betreuter, zeitlich streng limitierter Konsum für Kinder sinnvoll ist. Denken Sie einfach daran, wann und wie Sie Ihr Kind zum Thema Alkohol, Zigaretten, Sex, Porno und Glücksspiel aufklären werden und wie Sie ihm einen sinnvollen Umgang vorleben und beibringen.  Genauso machen Sie es dann mit dem Handy.

7  BEIPACKZETTEL FÜR  SMARTPHONES

Zu  Risiken  und  Nebenwirkungen  fragen  Sie  bitte  den  Dealer  Ihres  Misstrauens. Wenn Smartphones dieselbe Suchtwirkung haben wie rezeptpflichtige oder illegale Drogen – viele Studien beweisen das, ebenso viele das Gegenteil – dann brauchen wir Beipackzettel und Rezepte. Weil es die nicht rechtzeitig geben wird, müssen wir sie uns selbst ausstellen und mit Menschenverstand unterzeichnen.

8  ALTERSBEGRENZUNG  UND  AMPELSYSTEME  FÜR  APPS:   DOPAMIN-DEALER  UND  DATENBAGGER  KENNZEICHNEN

Das gilt für Apps, aber genauso für Social Media – es kann nicht sein, dass Kinder vor den Augen von Eltern und Lehrern Spiele und Medien nutzen, die süchtig machen und/oder nicht jugendfrei sind. Apps müssen auch für Erwachsene gekennzeichnet werden hinsichtlich Sucht- und Ablenkungsfaktor sowie Datenbaggertiefe und -gefahrenstufe.

9  MAXIMALE  STRAFEN  (ERST  GELD,  DANN  FÜHRERSCHEIN)  FÜR   HANDYNUTZENDE  VERKEHRSTEILNEHMER,  FUSSGÄNGER  INKLUSIVE

Beispiel Schweiz: Warum fährt dort niemand freiwillig zu schnell? Weil es so viel kostet. Handynutzung im Verkehr ist genauso tödlich wie Alkohol am Steuer. Ich bin begeisterte Weintrinkerin und genau deshalb für 0 Promille.

10   DIGITALER  DEPPENTEST  FÜR  ALLE

Was sind Algorithmen?  Wie funktionieren Suchmaschinen? Wie groß ist das Monopol von Google und was bedeutet das? Welche Daten werden gespeichert, was kann damit passieren? Woran erkenne ich einen Bot? Woran erkenne ich Phishing? Wie schütze ich mich vor Hackern? … Wir brauchen einen digitalen Deppentest für alle, die Digitales nutzen. Die Frage ist nur, wer die Fragen stellt, die Antworten bewertet und das Ergebnis exekutiert. So lange es das nicht gibt (gibt ja auch noch keinen Vollidiotentest für Opfer der Tabakindustrie), muss sich jeder selbst aufschlauen und sein eigenes digitales Bullshitradar sein.

11   WIR  BRAUCHEN  MEHR  DIGITAL  GEBILDETE  GASTARBEITER,   WIR  MÜSSEN  HACKER  ZU  HÖCHSTPREISEN  EINKAUFEN

Der vernichtende Hackerangriff auf den Bundestag im Jahr 2015[4]  beweist: IT-Sicherheitstechnisch ist Deutschland so gut aufgestellt wie eine berittene Armee, die einen Atomkrieg gewinnen will. Ausbildung dauert zu lange.  Wir müssen Hacker einkaufen, die  unsere  IT-Leute  trainieren und Politiker, Richter, Polizisten, Lehrer und Eltern am besten gleich mit! Rechnen Sie hier mit den üblichen Waffenmarktpreisen und schlagen Sie 100 Prozent drauf – das ist Angebot und Nachfrage. Weitere Herausforderung: Solche Leute kommen nur, wenn auch die Firmenkultur stimmt. Wir müssen Arbeitsbedingungen schaffen und Firmenkulturen leben, die unter »Digitalisierung« und »New Work« mehr verstehen als einen Internetanschluss und ein Firmenhandy.

12   WIR  BRAUCHEN  PUTZKRÄFTE  FÜRS  INTERNET  UND   WÄCHTER  ÜBER  WERBUNG  UND  WAHRHEIT

Hasskommentare, Anstiftung zum Suizid, Gebrauchsanleitungen für Terrortaten,  Bots,  die  Wahlkampf  machen,  Algorithmen,  die  uns  Relevanz und Wahrheit vorgaukeln – wir brauchen Putzkräfte und Qualitätswächter für das Internet. Wir brauchen klarere Kennzeichnungen von Werbung, Klickprovisionen und bezahlten Postings von so genannten »Influencern« – das sind Werbeprostituierte mit großer Lemminggefolgschaft auf dem Weg ins digitale Verblödungsmeer.

13   WIR  BRAUCHEN  DIGITALE  GRUND- UND  MENSCHENRECHTE,   DAS  RECHT  AUF  UNERREICHBARKEIT,  AUF  DIGITALES  VERGESSEN, AUF  DATENHOHEIT  UND  INFORMATIONELLE  SELBSTBESTIMMUNG

Diese und andere Rechte fordert die »Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen  Union«. Die Ideen sind großteils von 2014, aber immer noch brandaktuell und dringend umsetzungswert. Sie können die Charta auf der Website der Initiative runterladen: www.digitalcharta.eu. Während die Charta-Verfasser sich aktuell vor allem selbst und ihre Machtlosigkeit diskutieren, können Sie dann einen Schritt weitergehen und handeln!

14   WIR  BRAUCHEN  LANGSAMES  DENKEN  UND  SCHNELLES  HANDELN. WIR  BRAUCHEN  ENTSCHLOSSENHEIT,  MUT  UND  KLARHEIT.   WIR  BRÄUCHTEN  MEHR  ZEIT,  ABER  DIE  HABEN  WIR  NICHT  MEHR

Für das meiste kommen Politik, Gesetze und Lehrpläne zu spät. Deshalb hilft nur eines: Helfen Sie sich selbst!

15   WIR  BRAUCHEN:  UNS,  UNS  MENSCHEN!

Jeder, der Mut und Tatkraft hat, ein Mensch ist und ein Herz hat, das noch ohne Strom schlägt, kann und muss jetzt handeln. Vorleben ist die beste Medienkompetenzschule. Fangen Sie bei sich an. Kurieren Sie die Krankheiten des gemeinen Homo Digitalis, dann stecken Sie andere an – mit einem gesunden System, das das Beste aus der analogen und digitalen Welt für sich zu nutzen weiß.

Papa, dein Handy macht Aua!

Als Wissensmanager sehen wir uns gerne als „DIE“ Spezialisten die unerlässlich sind bei der Transformation von Information in Wissen.
Wir sehen diese Fragestellung als  unsere Aufgabe und Auftrag.

Wir nutzen viele der uns zur Verfügung stehenden Werkzeuge, um Informationen jederzeit und überall verfügbar und abrufbar zu halten.

Sind wir als Wissensmanager darüber hinaus verpflichtet, uns selbst digitale Kompetenz  anzueignen?
Und digitale Kompetenz auch zu vermitteln?

Als Vertreter der Informationssicherheit bin ich mehr als viele andere Kollegen davon betroffen, als Repräsentant der „Aluhut-Fraktion“ angesehen zu werden.
Dennoch will ich dich dazu einladen, die folgenden Aussagen zu reflektieren und dir selbst ein Bild zu machen.
Noch besser, eine Meinung zu bilden.

Alle folgende Aussagen und das Bild sind aus dem Buch "Mail halten!", von Anitra Eggler, Campus Verlag.

Wir lenken unsere Aufmerksamkeit so lange auf das Banale, bis wir blind sind für das Wesentliche.

Je mehr persönliche und biometrische Daten Sie digital preisgeben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Google demnächst Ihren Todestag kennt. Wundern Sie sich also nicht, wenn eines Tages ein Sarg vor der Tür steht, den Sie definitiv nicht selbst bei Amazon bestellt haben …

Jeder, der sich gegen den unkritischen Konsum von digitalen Weltrettungsformeln wehrt, muss sich präventiv verteidigen, damit er nicht als Verschwörungstheoretiker, Fortschrittsverweigerer oder Kulturpessimist missverstanden werden kann.

Wer einen Computer so eindimensional wie eine Tafel oder ein Schulheft nutzt, braucht keine iPads für die ganze Schule,.

Die Politik ist entmachtet, die Exekutive hilflos, die Gesetzgebung für immer zu spät, der Qualitätsjournalismus kurz vor dem Aussterben.

Nur Eric Schmidt, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Tim Cook stricken entspannt an der Weltherrschaft, während sie im Tesla auf ihre Waldorfkinder warten.

Multitasking trainiert nicht das Hirn, sondern ein Aufmerksamkeitsdefizit.

Revolutionen werden nicht durch Likes gemacht, sondern durch Taten.

Wissen Sie, woran Sie denjenigen erkennen, der am meisten weiß? Das ist der, der die besten Fragen stellt.

Ständige Erreichbarkeit entgrenzt die Arbeit und das Privatleben. Ständig erreichbar sind nur Sklaven.

  • Aufgerüttelt?
  • Abgestoßen?
  • Mit einem milden Lächeln schon wieder vergessen was du gerade gelesen hast?

Natürlich MUSS man nicht daüber nachdenken, was die Autoren in ihrem Buch in den Raum stellt.
Aber es lohnt sich!

Wird mit „Social Scoring“ die Privatsphäre abgeschafft ?

Als „Wissensarbeiter“ sind wir auch gefordert, mögliche Gefahren der Digitalisierung wahrzunehmen.
Und im Rahmen der Wissensvermittlung dafür zu sorgen, dass diese möglichen Gefahren und ein Missbrauch der Technik thematisiert und offen diskutiert werden.

Wer kennt nicht die Aussagen von [demokratisch] legitimierten Politikern in Europa:

„Man lebe schließlich nicht in einer Diktatur, müsse aber für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.“

Wofür die Technik schon heute verwendet werden kann – und zumindest im indischen und asiatischen Raum auch schon wird – beleuchtet der Artikel

Missing Link: Nothing to Hide, oder: Wie mit "Social Scoring" die Privatsphäre abgeschafft wird

auf heise.de von Stefan Krempl .

Einige Aussagen aus dem Artikel möchte ich herausziehen und anregen, darüber nachzudenken.

Das menschliche Verhalten soll gesteuert, also sozial oder politisch erwünschtes Verhalten gefördert werden.

Es solle helfen, Korruption zu bekämpfen und Sozialrüpel zur Vernunft zu bringen. Eine von unzuverlässigen Elementen bedrohte Gesellschaft könne – so der offizielle Tenor – durch den Bürgerscore zum Besseren verändert werden.

Diese Kooperation hat schon geholfen, über 1,2 Millionen solcher „Sünder“ zu bestrafen.
Die Kommunistische Partei [Chinas] hatte gleich 2014 die Losung ausgegeben, dass das Social-Credit-System Diskreditierten keinen Platz mehr in der Gesellschaft lassen solle.

Die Städte in der Region [autonomes Gebiet Xinjiang] seien alle 100 bis 200 Meter mit Kameras gespickt, die türkischstämmige Bevölkerungsgruppe müsse staatliche „Spyware“ auf ihren Smartphones installieren, ihre Ausweise würden mit Zusatzangaben wie Fingerabdrücken, Blutgruppe, DNA-Informationen oder einem „Zuverlässigkeitsstatus“ verknüpft.

Es zeichne sich jedoch ab, dass eine Gruppe Bürger 2. Klasse entstehe, die „weniger Zugang zu Leistungen und mehr Verpflichtungen“ haben werde.

In Sekundenschnelle wird dann automatisiert mithilfe einer solchen Wahrscheinlichkeitsprognose online entschieden, ob jemand etwa per Vorkasse zahlen muss oder einen Handy-Vertrag zu welchen Bedingungen erhält.
Ganz ähnlich funktionieren die Empfehlungssysteme von Amazon, YouTube und Co.

Bestandteil der Tests sei schon jetzt eine „schwarze Liste“.

Wer sich darauf befinde, könne in ganz China keine Hochgeschwindigkeitszüge mehr nutzen, nicht mehr fliegen oder seine Kinder auf eine bessere Schule schicken.
Zudem laufe man bei „Missverhalten“ wie einer Straßenüberquerung bei roter Ampel Gefahr, sein Gesicht in der Öffentlichkeit an den Pranger gestellt zu sehen.

 

 

 

 

Rückblich auf das zweite Semester Angewandtes Wissensmanagement

Eine (kurzer?) Rückblick auf das 2te Semester

Obwohl das 2. Semester an der FH Burgenland im Masterstudiengang Angewandtes Wissensmanagement noch nicht ganz abgeschlossen ist (wahrscheinlich eine subtile Form der Ehrerbietung an das wunderschöne Nachbarbundesland Steiermark) möchte ich schon jetzt einen Rückblick auf das Semester machen.

Stand das erste Semester noch ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens und vor allem des Themas „Working Out Loud“ (eine sehr spannende Idee; die messianische Verehrung des „Gurus“ J. Stepper lehne ich aber weiterhin ab) waren die Schwerpunkte des 2. Semesters noch viel stärker praktischer Natur.

 

eLearning Kurs erstellen

Wir Studenten waren gefordert, einen vollständigen eLearning Kurs

Moodle

von der ersten Konzeptphase bis zur tatsächlichen Umsetzung in der LMS-Plattform Moodle zu designen.
Das Ergebnis ist durchaus gelungen, die Reflexion zweischneidig.

 

K.O.-Kriterien und Lastenheft

Eine Problemstellung, mit der die meisten Studenten bisher beruflich wenig zu tun hatten, ist die Erstellung eines Lastenhefts und die Durchführung einer Softwareauswahl mittels K.O.-Kriterien und einer Nutzwertanalyse.
Diese Themen werden wir gut brauchen im nächsten Semester für eine erfolgreiche Definition und Durchführung der Aufgabe im Praxisprojekt.

 

Fachveranstaltung

Ein weiterer großer Schwerpunkt in diesem Semester war die Ausrichtung einer Fachveranstaltung zum Thema Wissensmanagement.
Im Zentrum der Fachveranslatung stand „Augmented Knowledge“ mit einer lehrreichen Keynote und spannenden Vorträgen.
Bereits im Vorfeld haben wir Methoden zum Wissenstransfer betrachtet und geeignete Formate für die Fachveranstaltung ausgearbeitet.

 

SEO- was soll das denn sein?

SEO – Search Engine Optimization, oder deutsch Suchmaschinenoptimierung, bezeichnet Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten und deren Inhalte im organischen Suchmaschinenranking (Natural Listings) auf vorderen Plätzen erscheinen.
Wir haben nach dem „durchkauen“ der theoretischen Grundlagen eine echte Webseite seziert und Fragen der Informationsarchitektur beantwortet:

  • Für wen soll die Webseite sein?
  • Was sucht der „Kunde“ auf der Webseite?
  • Wie leicht findet er das was ersucht?
  • Will ich in Google ganz oben stehen?

Eine Reflexion meiner Arbeitsgruppe ist abrufbar im Blog „wissen-on-demand„.

Wissensbilanz

Aufwändig und im Workload sehr umfangreich war die Erstellung einer Wissenbilanz mittes dem Wissensbilanz-Tool.

Die Schritte

  • Beschreiben der Ausgangssituation
  • Einflussfaktoren des Intellektuellen Kapitals definieren
  • Bewertung des Intellektuellen Kapitals
  • Messung und Indikatoren
  • Durchführen der Wirkungsanalyse
  • Interpretation und Ableiten von Maßnahmen
  • Erstellen des Wissensbilanzberichts

haben wir in einer „Projektgruppe Wissensmanagement“ semi-fiktional für ein tatsächlich bestehendes Unternehmen durchgeführt.

Wir haben in der Gruppe Core-Capabilities identifiziert, Wirkungsnetze beschrieben und eine angepasste (Wissens-)Strategie erstellt.

Sustainable Development Goals

Von United Nations – http://www.un.org/sustainabledevelopment/news/communications-material/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53791356

In der Veranstaltung „Wissensmanagement Strategie“ wurde der Blick für wesentliche – aber dennoch beinahe unbekannte!- Themen geschärft.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen.

Die Ziele wurden in Anlehnung an den Entwicklungsprozess der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) entworfen und traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft.

Im Unterschied zu den MDGs, die insbesondere Entwicklungsländern galten, gelten die SDGs für alle Staaten.
Der offizielle Titel lautet Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Als Synonym zu den SDGs wird auch Ziele für nachhaltige Entwicklung, globale Nachhaltigkeitsagenda, 2030-Agenda bzw. Agenda 2030, Post-2015-Entwicklungsagenda und Weltzukunftsvertrag verwendet.
Als weiteres Synonym wird Globale Ziele der UN verwendet.

Englisch Interkulturelle Kompetenzen

„Last but not least“ haben wir uns auch mit Fachchinesisch – halt: Fachenglisch natürlich! – beschäftigt.
Inter-kulturelle Kompetenz stand am Lehrplan. Und da vor allem der Versuch, Möglichkeiten aufzuzeigen unerfreuliche Situationen höflich und mit Berücksichtigung regionaler/kultureller Eigenheiten zu bewältigen.
Ein Versuch, der bei mir als Vertreter des „Wos wiegts des hot´s!“ nur sehr begrenzt fruchtete.

 

Informationssicherheit

Neben den offensichtlichen Themen im Studium habe ich mich auch immer wieder bemüht, die Informationssicherheit einsickern zu lassen.
Und über das Semester verstreut den einen oder anderen Artikel z.B. zu WhatsApp oder auch Passwortsicherheit veröffentlicht.

 

Conclusio:

Das Studium erfüllt alle Erwartungen an eine breite Aufbereitung des Themas Wissensmanagement und unterstützt mich sehr umfassend und (aus meiner Sicht) erfolgreich beim Aufbau von berufs- und lebensweltzentrierten Handlungskompetenzen.

Smiley

Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality im Wissenstransfer

AUGMENTED KNOWLEDGE: Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality im Wissenstransfer


15. Juni 2018, 15:30 – 19:15
FH Burgenland, Campus Eisenstadt

http://www.augmentedknowledge.at/

Ist Augmented Reality nur eine nette Spielerei
oder kann diese neue Technologie die
Informationsvermittlung und das Lernen
unterstützen?

Erfahren Sie in der Keynote wie Augmented Reality im industriellen Bereich bereits eingesetzt wird.

Moderiert von Experten aus dem Unternehmens- und Bildungsbereich wollen wir danach in den Workshops die
verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Zukunftsszenarien betrachten.

Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein!

Führung – Neurologie – Verhalten – Veränderung

Blended LearningLernen und die damit zusammenhängende Fähigkeit der Veränderung basiert auf drei Komponenten:

  • Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit selbst eine Lösung zu finden.
  • Das Vertrauen, dass das soziale Umfeld die Lösungsfindung unterstützt.
  • Das Urvertrauen, dass alles wieder gut wird.

Sind die Rahmenbedingen ideal, entsteht ein Flow, ein sich selbst verstärkender positiver Entwicklungskreis.

Ein Artikel der sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt

FAKT: Führung - Neurologie - Verhalten - Veränderung

von Michael Mayer.

Fazit:

Ohne Vertrauen ist kein Lernen, keine nachhaltige positive Veränderung möglich.
Vertrauen entsteht in dem man in Vorleistung geht, andere unterstützt, auf Augenhöhe kommuniziert, ein echtes Interesse an seinen gegenüber zeigt u.v.m.

 

Der eLearning-Kurs- (K)eine Hexerei?

Im 2ten Semester des Masterstudienganges Angewandtes Wissensmanagement an der FH Burgenland erhalten die Studenten die Aufgabe einen eLearning-Kurs zu designen.

Die Vorgaben sind:

„Ziel der LV ist es, Schritt-für-Schritt ein moderiertes, kooperatives Online-Seminar zu entwickeln. Sie werden dabei aufbauend auf Ihre Erfahrungen und auf Online-Ressourcen ein Grobkonzept, ein Feinkonzept sowie einen Onlinekurs (inkl. Begleitmaterialien) entwickeln. Zudem werden Sie sich mit Moodle-Aktivitäten beschäftigen und Ihre Erfahrungen abschließend in einem Blogbeitrag reflektieren.“

Eine weitere Vorgabe (nicht verschriftlicht, aber wiederholt mündlich in Erinnerung gerufen): „Nicht „nur“ kooperativ, sondern cool!“

Die Gruppe Presentation Tools (Moodle der FH Burgenland) beschäftigt die Herausforderung, dass immer wieder Personen in die Situation kommen Inhalte präsentieren zu müssen.
Um dies möglichst anschaulich und innovativ gestalten zu können, ist ein grundlegendes Vorwissen über neue Präsentationsmöglichkeiten von Vorteil.
Daher richtet sich der Kurs sowohl an Lehrerinnen und Lehrer, als auch an Personen, welche ihre Kompetenzen im Bereich der Präsentationswerkzeuge verbessern und erweitern möchten.

Die Gruppe Presentation Tools besteht aus PädagogInnen und TechnikerInnen. Dadurch ist eine Abdeckung der technischen Fragenstellungen genauso gegeben wie die Berücksichtigung moderner pädagogischer Konzepte. Dennoch ist es herausfordernd die jeweils „neuen“ Themenfelder zu berücksichtigen und in die eigenen Überlegungen einzubeziehen.

In der Gruppe ist auch schon Know-How für die Erstellung von eLearning-Content vorhanden. Oder zumindest was vor der LV für eLearning und Content gehalten wurde. 😉

  • Es ist unbedingt notwendig, die umfangreiche Palette an Aktivitäten und Ressourcen die Moodle zur Verfügung stellt zu kennen und auch zu verstehen.
  • Und nicht nur die Anwendungsmöglichkeiten an sich. Sondern auch die unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten und Abhängigkeiten zu anderen Moodle-Aktivitäten.
    Nur so kann der Kurs sinnvoll in pädagogischer und technischer Sicht konzipiert und umgesetzt werden.
  • Sehr gut klappt die Arbeitsteilung in der Gruppe wo jeder ihre/seine speziellen Kenntnisse und Erfahrungen effizient und effektiv einbringt.
  • Ein zum Teil leidvoller Lernprozess ist die Erkenntnis, dass der Abstimmprozess mit dem „Projektauftraggeber“ vom Grobkonzept über ein Feinkonzept zum fertigen eLearning-Kurs ein steiniger ist. Und die Projektteam-Mitglieder als „Auftragnehmer“ und zu beurteilende LV-Teilnehmer doch ein Stück weit entfernt sind von gleichberechtigten Partnern.

Fazit:

Weeks of programming can save you hours of planning!

Einen ansprechenden eLearning-Kurs zu designen und auch alle administrativen Aspekte zu bedenken und sinnvoll umzusetzen, ist …..eine Kunst!

Erfahrung und Talent in sehr unterschiedlichen Bereichen wie z.B. Design, Didaktik, etc. sind sicher hilfreich. Aber nicht einmal der halbe Weg zum Erfolg.

Ein großer Teil der Arbeit bei der Erstellung eines eLearning-Kurses (von der Ideenfindung über die Konzeptionierung bis zur Umsetzung) liegt nicht, wie eigentlich zu erwarten ist, in der Erstellung des Kurscontents.
Sondern in der Vorbereitung und Überlegung, Umsetzung, Test und Verbesserung wie welche Werkzeuge eingesetzt und konfiguriert werden.

Zukunftsfit mit dem Masterstudiengang angewandtes Wissensmanagement – die 2.

Ich habe mich bereits im Artikel

Zukunftsfit mit dem Masterstium angewandtes Wissensmanagement

Zukunft

mit der Frage beschäftigt, ob der Studiengang „nur“ meine Wünsche befriedigt.
Oder aber auch tatsächlich den Bedürfnissen des Marktes entsprechendes Know-How vermittelt.

Ein weiteres Puzzlestück das mich in meiner Meinung bekräftigt die richtige Auswahl getroffen zu haben, ist in einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von LinkedIn Germany abgebildet:

  • Von den ausgewählten Fachkompetenzen werden aktuell (Daten)Analyse und –Interpretationsfähigkeiten (88%), Wissensmanagement (82%), sowie Projektmanagement (74%) mit Abstand am wichtigsten erachtet.
  • Unter den abgefragten Sozialkompetenzen werden aktuell vor allem Kritikfähigkeit (77%), Entscheidungsfähigkeit (74%), Gesprächs- und
    Verhandlungsführung (73%) sowie Team- und Mitarbeiterführungskompetenz (70%) am wichtigsten beurteilt.

Alles Themen, die im Rahmen der Lehrveranstaltungen des Masterstudiums „Angewandtes Wissensmanagement“ an der FH Burgenland prominent repräsentiert sind.

Quelle zur Studie:  Skills Gap Research 2017

Online-Kommunikation im Dienst der Propaganda

Die Welt ist böse!
Aber der Mensch ist edel und gut!

In diesem  SinWarne lenke ich heute eure Aufmerksamkeit mal wieder auf die Informationssicher-heit und da auf das Thema Awareness.

Awareness

in der Psychologie bezieht sich auf das aktuelle, situationsbezogene Bewusstsein oder „Gewahrsein“ einer Person über ihre Umgebung, sowie die sich daraus ergebenden Handlungsimplikationen.

Propaganda

(von lateinisch propagare ‚weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten‘) bezeichnet in seiner modernen Bedeutung[1] die zielgerichteten Versuche, politische Meinungen und öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern.[2][3][4][5] Dies steht im Gegensatz zu pluralistischen[6] und kritischen[7] Sichtweisen, welche durch unterschiedliche Erfahrungen, Beobachtungen und Bewertungen sowie einen rationalen Diskurs[8][9] geformt werden.

Wir sind als Experten im Bereich Online-Kommunikation und oft auch im Bereich Bildung gefordert, die Schattenseiten des professionellen Einsatzes von Online-Kommunikation zu reflektieren.

  • Wie reagieren wir darauf?
  • Wie bereiten wir die potentiellen Konsumenten auf diese Form der Beeinflussung vor?

Derzeit treten diese Schattenseiten besonders plakativ  in der Verherrlichung  gewaltzentrierten Gedankenguts zu Tage.

Ein Beispiel wird im Artikel

Propaganda als Musik-Clip: Die Video-Botschaften von Dschihadisten

thematisiert.

Zukunftsfit mit dem Masterstudium Angewandtes Wissensmanagement 

Das Masterstudium Angewandtes Wissensmanagement verfolgt das Ziel, ExpertInnen für Wissensmanagement, Online-Kommunikation und eLearning aus- und weiterzubilden.

ArbeiterDie systematische Weitergabe von Wissen. Online und offline. Mit und ohne webbasierte Tools. In Form von Wissenstransfer, Online-Kommunikation und E-Learning. Das steht im Mittelpunkt des Studiums.

(Barbara Geyer-Hayden, Studiengangsleiterin)

Als Teilnehmer am Studiengang frage ich mich,  ob der Studiengang „nur“ meine Wünsche befriedigt.
Sondern tatsächlich auch den Bedürfnissen des Marktes entsprechendes Know-How vermittelt.

Ich lade sie dazu ein, sich anhand einer willkürlichen Auswahl von Jobangeboten selbst ein Bild zu machen.

Business Development Manager Digital & Zert Training (m/w)

Lernmedienentwickler / Digital Learning Experte (m/w)

Content Editor (m/w) E-Learning

 

Die Feuerwehr hilft. Immer!

Hilfelöschfahrzeug der Klasse 3 der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzau am Steinfeld

„Wenn notwendig, mein Leben einzusetzen, um meinen Mitmenschen zu helfen.“ 365 Tage und Nächte im Jahr sind Frauen und Männer wie Christian M. bereit, Mitmenschen in Notlagen zu helfen. Und das unentgeltlich. In der Freiwilligen Feuerwehr.

Was treibt ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr an? Und hat das Engagement von Christian M. auch damit zu tun, dass die Feuerwehr jedes Jahr wieder ganz oben im Ranking der vertrauenswürdigsten Organisationen steht?

Christian M. tritt in der Mitte der 80er Jahre im vorigen Jahrhundert mit 16 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr in seinem Heimatort im südlichen Niederösterreich ein. Filme wie „Backdraft – Männer die durchs Feuer gehen“ oder „Grisu- der kleine Drache“ sind nicht seine Motivation. Der Ausblick darauf, Heldentaten zu erbringen nur ein unterschwelliger Gedanke. Auch die Fortführung einer Familientradition und damit gleichsam die Pflichtmitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ist in diesem Fall nicht zutreffend. „Ich bin zur Feuerwehr gekommen, weil auch meine Freunde dabei sind.“

Die Bedeutung der Gelöbnisformel und da vor allem der Absatz ‘[…] und wenn notwendig, mein Leben einzusetzen, um meinen Mitmenschen zu helfen.’ hört sich für Christian M. bei der Angelobung irgendwie wichtig an. Aber auch surreal. „Ich war 16 damals. Das war schon weit weg meiner gelebten Wirklichkeit.“

Die tatsächliche Bedeutung hinter der Gelöbnisformel erlebt Christian M. über die Jahre in verschiedenen Einsätzen. Und er macht auch die Erfahrung, dass der Einsatz in der Freiwilligen Feuerwehr mehr als eine Dimension hat. Auf der einen Seite das Vertrauen in die Kommandanten. „Du musst dem Kommandanten zutrauen, dass er weiß was er anschafft. Dass das Vordringen in brennende Gebäude oder das Vorgehen gegen ausgetretene gefährliche Flüssigkeiten notwendig und auch sinnvoll ist.“ Auf der anderen Seite das Gefühl der Verantwortung, wenn Christian M. als erst Achtzehnjähriger der Atemschutz-Truppführer ist und daher das taktisch richtige Vorgehen in verrauchten, brennenden Gebäuden verantwortet. Aber vor allem auch für die Gesundheit „seines“ Atemschutztrupps Sorge trägt.

Mit einer sehr guten Ausbildung, einer über die Jahre allmählich auch den tatsächlichen Erfordernissen angepassten Schutzbekleidung und der Erfahrung aus einer Vielzahl von Übungen und Einsätzen, wächst das Vertrauen in sich und die Kameraden. „Einsätze werden zielführend absolviert. Und gleichzeitig sichergestellt, dass alle Kameraden gesund wieder in das Gerätehaus einrücken. Auch der Großteil des eingesetzten Materials übersteht jetzt schon die Einsätze unbeschadet.“

Das Vertrauen in sich als Feuerwehr-Offizier und Einsatzleiter wird aber auch immer wieder auf harte Proben gestellt. Ein Einsatz im Sommer erreicht eine ungeahnte Dimension. „Der Einsatzbefehl lautet, einen Brand am Schneeberg zu bekämpfen. Meine Männer und ich, wir werden mit dem Hubschrauber zum Einsatzort auf beinahe 2000 Meter Seehöhe geflogen und bekämpfen Brände und Glutnester direkt am Berg. Den ganzen Nachmittag und auch die ganze Nacht hindurch. Als örtlicher Einsatzleiter trage ich die Verantwortung für die Gesundheit aller eingesetzten Feuerwehrmänner in meinem Brandabschnitt.“ Und da kann es schon passieren, dass einzelne Brandherde bewusst nicht sofort gelöscht werden, sondern als kontrollierte Wärmestellen für die frierenden Einsatzkräfte betrieben werden.

‘Freiwillig – Aber Professionell’ ist seit vielen Jahren das Motto des Niederösterreichischen Feuerwehrverbandes. Diese gelebte Professionalität ist ein Grund, warum die Freiwillige Feuerwehr über viele Jahre hinweg im Vertrauen der Bevölkerung an der Spitze der Berufsgruppen steht.

Grafische Darstellung Vertrauen in Beufsgruppen

Auch die ständige Verfügbarkeit von Einsatzkräften trägt das ihre dazu bei, dass die Bevölkerung großes Vertrauen in die Freiwilligen Feuerwehren hat. „Dass gerade diese erwartete Verfügbarkeit ein immer größeres Problem darstellt, ist bei den geleisteten rund 200.000 Einsatzausfahrten jedes Jahr in Österreich für die Bevölkerung nicht ersichtlich.“ Und daher zumeist auch kein Thema in der öffentlichen Wahrnehmung.

Was Christian M. in den letzten Jahren immer öfter beschäftigt, ist die Schaulust unbeteiligter Zivilisten und der Drang , Bilder und Videos an Einsatzorten zu machen und Online zu teilen.
„Ohne Rücksicht auf persönliche Schicksale oder die Würde der Opfer und Angehörigen. Dass es Feuerwehren gibt, die den Schutz der Persönlichkeitsrechte verunfallter Personen

Sichtschutz der Freiwilligen Feuerwehr Wr. Neustadt

jetzt schon mittels Sichtblenden wahren müssen, ist nur sehr schwer verständlich.“

Und auch was die Schaulustigen dazu treibt, durch Veröffentlichung der Bilder von verunfallten Personen zu glauben, sie sind ein Teil des Einsatzes kann Christian M. nicht nachvollziehen.

Lohnt es sich noch, in eine Freiwillige Feuerwehr einzutreten? Seine Freizeit zum großen Teil der Vorbereitung zu widmen, Mitmenschen in Notlagen zu helfen? Mitten in der Nacht aufzustehen, wenn eine Alarmierung erfolgt? Zu Einsätzen auszufahren, wo sehr oft die genaue Lage nicht bekannt ist? Und oft auch nicht bekannt ist wer der Betroffene ist? Wenn bei der Ausfahrt die Sorge mitschwingt, ein Familienmitglied oder ein guter Freund könnte verunglückt sein?

Christian M. beantwortet auch nach mehr als 30 Jahren aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr in seiner Heimatgemeinde diese Fragen mit einem klaren: „Ja!“.

„Es zählt nicht ob irgendjemand vielleicht glaubt, genau dieser eine Mensch hat meine Hilfe jetzt nicht verdient. Die Feuerwehr fragt nicht, ob jemand ein guter Mensch ist. Oder vielleicht selber schuld ist an seinem Unfall. Ich habe im Gelöbnis versprochen, meinen Dienst als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr stets gewissenhaft zu erfüllen. Wenn notwendig, mein Leben einzusetzen, um meinen Mitmenschen zu helfen Und jeder Mensch ist es wert, dass in seiner Not andere aufstehen und da unterstützen und helfen, wo der Einzelne in der Situation nicht mehr weiter kann.“

 

Abbildung 1: HLFA 3 FF Schwarzau

Abbildung 2: Vertrauen in Berufsgruppen

Abbildung 3: Sichtschutz am Einsatzort FF Wr. Neustadt

 

Facebook:

Es zählt nicht ob irgendjemand vielleicht glaubt, genau dieser eine Mitmensch hat deine Hilfe jetzt nicht verdient. Die Feuerwehr fragt nicht, ob jemand ein guter Mensch ist oder vielleicht selber schuld ist an seinem Unfall. Wir haben im Gelöbnis versprochen, den Dienst als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr stets gewissenhaft zu erfüllen. Und jeder Mensch ist es wert, dass in seiner Not andere aufstehen und da unterstützen und helfen, wo der Einzelne in der Situation nicht mehr weiter kann.

 

Twitter:

Wenn notwendig, mein Leben einzusetzen, um meinen Mitmenschen zu helfen Die Feuerwehr fragt nicht, ob jemand ein guter Mensch ist. Und meine Hilfe verdient. Retten-Bergen–Schützen-Löschen. @firenewsAT