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PWM- Synergy Map

Im Buch „Wissenswege“ von Gabi Reinmann haben wir die grundlegende Unterscheidung von wissensbasierten Tätigkeiten kennen gelernt:

  • Methoden die bei der akuten Problemlösung angewendet werden

und

  • Methoden, die dem langfristigen und strategischem Aufbau von Kompetenzen und Wissen dienen.

Die Synergy Map ist den langfristigen, strategischen Methoden zu zurechnen.

Der Gedanke ist, verschiedene Ziele intelligent miteinander verknüpfen. Das bedeutet, Ziele zu kombinieren und so Zielsynergien entdecken. (vgl. Reinmann).

Der Ablauf zur Erstellung ist strukturiert und folgt folgenden Schema:

  1. Erstellen einer Zielliste.
  2. Priorisieren eines jedes Ziels in einem zweiten Schritt.
  3. Übertragen der Ziele auf einen Zeitkreis.
  4. Analyse des daraus resultierende Bild
  5. Suche nach Möglichkeiten, wie ich meine Ziele miteinander verbinden kann.
  6. Identifizieren wie ein Ziel das Erreichen eines anderen behindert.
  7. Im siebenten Schritt frage ich nun nach externen Faktoren welche die Zielerreichung erleichtern oder erschweren können.
  8. Welches Oberziel lässt sich für diese Ziele formulieren?
  9. Helfen die äußeren Zielewirklich, um das große Ziel in der Mitte zu realisieren?

PWM – persönliche Synergy Map

Meine persönliche Synergy Map kombiniert die Sicht auf meine Ziele im Studium, Berufsleben und auch persönliche, sportliche Herausforderungen.

Als Werkzeuge, die mir bei der Zielerreichung dienen sollen, verwende ich ein Seek-Sense-Share Framework.
Dieses Framework habe ich mit Hilfe der Handlungsanleitungen aus dem Buch „Working out Loud“ von John Stepper erstellt und an meine Bedürfnisse und Umwelten angepasst.
Aus den zahlreichen Vorschlägen in diesem Buch habe ich die Vorschläge ausgewählt, die mir zum jetzigen Zeitpunkt am besten geeignet erscheinen.

Meine persönliche Synergy Map ist derzeit nur mit Passwort zugänglich.

Ich habe aber angedacht, im Rahmen meiner Reflexion auch meine Zielerreichung transparent zu dokumentieren und, wenn aus meiner Sicht angebracht, auch meine persönliche Synergy Map zu einem späteren Zeitpunkt zu veröffentlichen.

3.2 Akutes Problemlösen, Methoden mit operativer Zielsetzung: SQ3R, Ethnographisches Interview und Fragebaum, Perspektivendiagramm

SQ3R

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Die SQ3R-Methode beschreibt eine einfache Schrittfolge, um Texte effektiv bearbeiten und verstehen zu können. Sie besteht aus den fünf Schritten Survey (Überblick), Question (Fragestellung), Read (Lesen), Recite (Rekapitulieren) und Review (Rückblick).

Survey (Überblick): logischen Aufbau eines Textes verstehen (d. h. was steht wo und warum)

Question (Fragen): Sie überlegen sich dazu, was Sie bereits zum Thema wissen und was Sie noch gerne dazulernen möchten.

Read (Lesen): lesen Sie den Text auf die eigenen Fragen hin .

Recite (Rekapitulieren): das Gelesene möglichst in eigenen Worten noch einmal ins Gedächtnis rufen und notieren .

Review (Rückblick): den Text knapp mit eigenen Formulierungen zusammenfassen.

Kontrollieren Sie, ob die eigenen, zu Beginn formulierten Fragen beantwortet wurden oder nicht.

Neben Farben zur Kennzeichnung wichtiger Textstellen können Sie auch einfache Zeichen verwenden, die rasch an der Seite eines Absatzes gezeichnet werden können.

Ethnographisches Interview und Fragebaum

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Das ethnographische Interview beruht auf einer Reihe von offenen, auf den Kontext abzielenden Fragen. Mit der Methode wird versucht, den Befragten möglichst wenig zu beeinflussen und ohne Vorurteile sein Wissen zu erkunden.
Das bedeutet, dass man versucht, möglichst vorurteilsfrei und ohne zu starke Vorannahmen in das Gespräch zu gehen, um viel dabei zu lernen und in Erfahrung zu bringen.

Wissen ist immer vom Anwendungskontext und der Perspektive einer Person abhängig.

Rundumfrage: komplexe Tätigkeit, spontan und detailreich zu beschreiben.

Wortverwendungsfrage: konkrete Situation in der ein wichtiger Begriff verwendet wird.

Kontrastfrage: nach einer wichtigen Unterscheidung, die der Befragte im Gespräch mehrmals verwendet

Tagesfrage: wie ihr heutiger Tag bisher abgelaufen? Über konkrete Tätigkeiten und Kontextfaktoren zu sprechen, anstatt zu generalisieren.

Fragebaum

Durch das Abhaken der Fragen in einem Fragebaum kann sichergestellt werden, dass man alle wesentlichen Themen in einem Gespräch diskutiert hat.

Denken Sie daran, ein Gespräch nicht mit den schwierigsten Fragen zu beginnen. Geben Sie dem Befragten Zeit, sich aufzuwärmen.

Perspektivendiagramm

Mit der Perspektiven-Vorlage kann das Vorwissen zu einem neuen Thema rasch und klar strukturiert werden. So kann eine klare Ausgangslage für die Vertiefung in ein Thema geschaffen werden.

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Das Perspektivendiagramm ist eine einfache Methode zur Wissensexplizierung, welche vier Perspektiven auf ein Thema wirft, nämlich:

  • Vorkenntnisse,
  • offene Fragen,
  • negative Erwartungen und
  • positive Erwartungen.

Durch eine bewusste Aktivierung von Vorwissen aber können vor allem Lernprozesse gezielt verstärkt werden.

Setzt immer an den schon bestehenden Erkenntnisstrukturen an.

  1. Namen eines neuen Wissensgebietes in das Zentrum des Diagramms
  2. In den oberen Bereich eigene Fragen zum Thema
  3. Auf dem unteren Teil des Diagramms wird Vorwissen zum Thema notiert
  4. linken und rechten Bereichen des Diagramms werden positive bzw. negative Aspekte des Themas notiert

Oft weiß man gar nicht, was einen an einem Thema interessiert, bevor man sich nicht näher damit befasst hat. Hier sollte das Diagramm nach einem ersten Eintauchen in das Thema mit weiteren Fragen ergänzt werden.