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3.3 Strategische Zielsetzung, strategische Methoden: Kontaktnetz, Kompetenz-Agenda, Kompetenz-Portfolio

Kontaktnetz

Neues Wissen entsteht auch und vor allem durch den Austausch mit anderen.

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Das Kontaktnetz ist eine systematische Zusammenstellung der wichtigsten wissensbezogenen Kontakte einer Person. Es stellt sowohl interne als auch externe Kontakte zu vier zentralen Wissensgebieten einer Person zusammen und zeigt deren Vernetzung untereinander auf.

Man muss nicht alles wissen, aber es ist nützlich zu wissen, wer was weiß.

Gerade die «weak links», also die nicht institutionalisierten oder die nicht eng verbundenen Kontakte, sind, die für den Wissenserhalt in der Organisation äußerst wichtig sind.

  • Entfaltet die Methode ihr Potenzial erst dann, wenn man sie mehrmals einsetzt und den Ausbau des eigenen Netzwerks immer wieder überprüft.
  • Funktioniert als Gruppeninstrument (z. B. um seine Kontakte auszutauschen) nur dann, wenn bereits eine gute Vertrauensbasis herrscht und die Mitglieder der Gruppe nicht in einem direkten Konkurrenzverhältnis zu einander stehen.

Sie sollten das Kontaktnetz primär als persönliches Instrument nutzen und es nur selektiv anderen zur Verfügung stellen.

 

Kompetenz-Agenda

Die Agenda hält einen dazu an, das eigene Wissen und Lernen proaktiv und persönlich zu managen, Lernmöglichkeiten bei der Arbeit systematisch und reflektiert zu nutzen.

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Die Kompetenz-Agenda ist ein schriftlicher, in Form einer Tabelle ausformulierter, kompakter Lernplan, der konkret aufzeigt, wie man bestimmte Kompetenzen bei der Arbeit aufbauen oder weiterentwickeln kann und will. Die Methode setzt Kompetenzen in Beziehung zu (meist) arbeitsbezogenen Tätigkeiten, die diese Kompetenz fördern.

  • Arbeitstätigkeiten komplexer
  • Selbstorganisation zulassen und Entwicklungschancen bieten
  • Arbeitstätigkeit auch eher informell Gelernt

Frage: Mit welchen arbeitsbezogenen und privaten Tätigkeiten können wir welche Kompetenzen entwickeln?

Kompetenzziele mit konkreten Aktivitäten sowie mit Arbeits- oder Freizeitkontexten verknüpfen.

Zielniveau innerhalb eines Jahres definieren

+auf drei bis vier Kompetenzgebiete beschränken.

 

Kompetenz-Portfolio

Allgemeine Beschreibung

Definition der Methode. Ein Kompetenz-Portfolio ist eine systematische, kriteriengeleitete Visualisierung der eigenen Fähigkeiten. Kriterien zur Bewertung der eigenen Kompetenzen sind dabei die Anwendungsbreite des eigenen Wissens, seine Halbwertszeit oder alternativ der eigene Wissensvorsprung gegenüber anderen und der momentane Grad an Wissensumsetzung.

  • Die Grundidee besteht darin, Wissensarbeitern eine einfache Struktur zur Verfügung zu stellen, mit der sie über ihr eigenes Wissen systematisch nachdenken

Beide Kompetenz-Portfolios kombinieren jeweils zwei Eigenschaften von Wissen, sodass vier mögliche Quadranten bzw. Gruppen von Kompetenzen entstehen.

Sie können die stärkste «Hebelwirkung» mit Wissen erzielen, wenn Sie Kompetenzen, in denen Sie einen relativ großen Vorsprung haben, intensiv für Ihre Arbeit nutzen.

Für viele von uns (gerade Generalisten) wäre es wünschenswert, langfristige Kompetenzen aufzubauen, welche nicht so schnell veralten und in vielen Situationen relevant sind.

Deshalb gilt es darauf zu achten, auch Kompetenzen mit längerfristiger, weitreichender Relevanz zu kultivieren. Dadurch bleiben Sie arbeitsmarktfähig und entwickeln strategisches Wissenskapital.