Gabi Reinmann: Wissenwege Kapitel 3.2 und Kapitel 3.3

Akutes Problemlösen

Methoden mit operativer Zielsetzung

Im ersten Teil dieses Methodenkapitels konzentrieren wir uns auf Methoden, die unmittelbar in konkreten Situationen umgesetzt werden und sofort bzw. relativ rasch einen Nutzen stiften. Einige dieser Methoden helfen dabei,Wissen anderen zu vermitteln (z. B. durch Geschichten) oder neues Wissen von anderen aufzunehmen (z. B. durch ethnographische Fragen). Diese Methoden beziehen sich auf unser personales Umfeld. Andere Methoden unterstützen uns dabei, unser Wissen zu materialisieren und zu dokumentieren (z. B. durch eine Konzeptkarte) oder aus bestehenden DokumentationenWissen zu erschließen (z. B. durch die SQ3R-Lesemethode). (Wissenswege, S. 65)

Effektiver lesen; gute Fragen stellen; den eigenen Wissensstand in Bezug auf ein Thema verstehen; eingehende Informationen rasch selegieren und effizient bearbeiten; schnell etwas notieren oder Ideen strukturieren; Anweisungen effizient und systematisch verfassen; durch Gruppierung aus Informationen Wissen machen; Konzepte besser verstehen; Erfahrungen attraktiv dokumentieren; konstruktiv Rückmeldungen geben und empfangen; Wissen in Form einer spannenden Geschichte formulieren; neues Wissen grafisch rekonstruieren; Argumente und deren Grundannahmen explizit darstellen; effektiv Informationen suchen und für Wissensaufbau und Kommunikation strukturieren; Inhalte kognitiv und kommunikativ überzeugend aufbereiten.

Die SQ3R-Methode, das ethnografische Interview, das Perspektivendiagramm, die Eisenhower-Matrix und das TRAFing, Mind Mapping, Information Mapping, die Methode der Kategorisierung und Klassifikation, die Konzeptkarte, den Mikroartikel, Feedback, Story Templates, Concept Mapping, die Toulminkarte, die Minto-Pyramide und Fokusmetaphern

  • liefern konkrete Vorschläge für das unmittelbare bzw. akute Problemlösen im Rahmen des persönlichen Wissensmanagements
  • operative Ziele – allem voran eine möglichst rasche Bewältigung aktueller Anforderungen im Arbeitsalltag.

SQ3R, Ethnographisches Interview und Fragebaum, Perspektivendiagramm

Eisenhower-Matrix + TRAFing, Mind Mapping, Information Mapping

Kategorisierung und Klassifikation, Konzeptkarte, Mikroartikel

Feedback, Story Template, Concept Mapping

Toulminkarte, Minto Pyramide, Fokusmetapher

 

Langfristige Kompetenzentwicklung

Methoden mit strategischer Zielsetzung

Nach den operativen Methoden, die primär auf Wissensprobleme in der Gegenwart abzielen, stellen wir Ihnen im Folgenden strategische Methoden des persönlichen Wissensmanagements vor. Diese Methoden ermöglichen es Ihnen, Ihre Wissensentwicklung und -nutzung auch langfristig zu planen und im Auge zu behalten. Einen Überblick über die strategischen Methoden und deren Hauptnutzen gibt die nachfolgende Tabelle 3.4. Auch diese Methoden des persönlichen Wissensmanagements haben wir nach aufsteigendem Schwierigkeitsgrad angeordnet. (Wissenswege, S.128)

Seine Wissensquellen erweitern; Lernen und Arbeiten besser integrieren; das eigene Wissensprofil besser erkennen und weiterentwickeln; die eigene Entwicklung besser verstehen; neue Möglichkeiten und Optionen entdecken; die Koordination und Abstimmung von Zielen verbessern.

Das Kontaktnetz; die Kompetenz-Agenda; das Kompetenz-Portfolio; die Lifeline- Methode; den morphologischen Kasten und Schieber; die Synergy Map.

Diese sechs Methoden liefern konkrete Vorschläge für die langfristige Kompetenzentwicklung im Rahmen des persönlichen Wissensmanagements und verfolgen von daher strategische Ziele.

Kontaktnetz, Kompetenz-Agenda, Kompetenz-Portfolio

Lifeline, Morphologischer Kasten und Schieber, Synergy Map